Unseren Sozialarbeitern, die regelmäßig tagsüber und nachts Streifzüge durch den Markt machen, bot sich schon seit vielen Monaten ein Bild des Schreckens: Mädchen mit Babys schlafen unter freiem Himmel, an der Lagune neben Müllbergen oder unter Marktständen, wo sie ebenso vielen Gefahren wie auf öffentlichen, gebührenpflichtigen Schlafplätzen ausgesetzt sind. Junge Mütter sind besonders fragil und werden oft Opfer von Raub, sexueller Gewalt und Belästigungen, Erpressung, Kindesentführung, Infektionskrankheiten …
Die Notwendigkeit, eine Einrichtung zum Schutz und zur Unterstützung von jugendlichen Müttern und deren Kindern zu schaffen, war gegeben.

Am 15. Juni 2011 war es soweit: 10 Teenager-Mütter zogen mit ihren Kindern in das „Haus der Sonne“ in Hindé ein. Nur zwei Straßen weiter befindet sich das „Haus der Hoffnung“, wo die Mädchen eine Lehrausbildung in Anspruch nehmen, währenddessen Kindergärtnerinnen auf die Kleinen aufpassen und sich Sozialarbeiter um die Reintegration der Mädchen in ihre Familien bemühen.
