Seit 18 Jahren hat es keine solchen Überschwemmungen in Cotonou gegeben wie in diesen Tagen. Viele Stadtviertel und Straßen stehen unter Wasser, vor allem jene, die nahe am See Nakoué und an der Lagune liegen. Es regnet heuer immer noch sehr stark und die Flüsse, die vom Norden kommen sind angeschwollen und lassen den Wasserspiegel weiter steigen.






Damit meine Kollegen und ich zu unserer täglichen Arbeit ins „Haus der Hoffnung“ kommen, müssen wir seit 23. September durchs Wasser fahren oder waten, da die Taximopeds die Durchfahrt zu Recht verweigern. Ins Kommissariat bin ich mit dem Boot gefahren.
Viele Leute haben ihre Unterkünfte verlassen müssen, bei uns im Haus der Hoffnung haben wir unsere Pforten für junge Frauen und Mütter geöffnet. Rachidath, eine 15-jährige, zweifache Mutter sagte: „Das Wasser nimmt mein Kind mit fort!“, wir haben ihr mit ihren Kindern in einem Klassenzimmer Unterschlupf gewährt.
Wir hoffen und beten, dass sich die Situation nicht weiter zuspitzt.